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© Ensemble L´Accento

"Zwischen Himmel und Erde" 

Klassisches Konzert in der Kath. Kirche am 19.11.2017

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Wiehler Tropfsteinhöhle

Etwa um 1860 wurden bei Sprengungen in dem am Pfaffenberg bei Wiehl gelegenen Kalksteinbruch Gänge einer Tropfsteinhöhle entdeckt. Dieser Entdeckung wurde keine Bedeutung beigemessen. Im Gegenteil: man füllte die angeschlagenen Hohlräume teilweise wieder mit Abraum und Gestein. Dadurch wurden viele erreichbare Tropfsteingebilde zerstört oder geraubt. Mehr als 60 Jahre später rückte die Höhle wieder ins Bewußtsein. Deshalb begann man Anfang 1926 mit umfangreichen und schwierigen Arbeiten, um die Höhle zu erschließen. Am 04.08.1927 wurde die Tropfsteinhöhle zur Besichtigung für die Öffentlichkeit freigegeben.

Entstehung der Höhle

Die Tropfsteinhöhle ist eingebettet in Kalksteine, die der Devon-Formation angehören. Diese Kalke bilden am Pfaffenberg bei Wiehl ein isoliertes Nest inmitten mächtiger Sandsteine und Tonschiefer, die sich am Boden des flachen Devonmeeres absetzten. In Zeiten, als weniger Sand und Schlamm mit den Flüssen ins Devonmeer geschwemmt wurde, entwickelten sich Korallenriffe, die so lange wuchsen, bis wieder mehr Sand und Schlamm in das Meer gelangte. Kalkstein entstand auf organischer Basis, denn Korallen und Seelilien nahmen aus dem Meerwasser Kalksalze auf und bildeten damit ihre Schalen. Mit dem Absterben verweste die organische Substanz. Die Hartteile blieben erhalten und versteinerten. Da Korallen nur bei mind. 20° Celsius warmen und bis zu 40 m tiefen Wasser gedeihen können, kann man davon ausgehen, daß das Devonmeer flach war. Nur in Kalkstein können sich Höhlen bilden. Deshalb muß Höhlenbildung mit der Zusammensetzung der Kalksteine zusammen hängen. Höhlen entstehen, weil der kohlensaure Kalk des Kalksteins durch Wasser relativ leicht löslich ist. Jeder Kalkstein ist von kleinen Spalten und Klüften durchsetzt, in die das Wasser eindringt und nach unten versickert. Dabei greift es den Kalkstein an und löst ihn auf. Kalksteine sind mit Eisen und Ton durchsetzt. Diese Bestandteile bleiben bei Auflösung zurück und bilden einen unlöslichen Rückstand, den Höhlenlehm, der sich am Boden sammelt und aufhäuft. Man findet ihn in fast allen Höhlen.

Gang durch die Tropfsteinhöhle

Nach 26 Stufen gelangt man in die Eingangshalle, die sich ca. 7 m unter der Erde befindet. Die Decke ist mit hellen kleinen Tropfsteinen überzogen. An den Seitenwänden finden sich einzelne größere Vorhänge mit Kalksinter. Ein rückwärtiger Blick in die Höhle zeigt einen Wasserfall. Vorne ist eine kleine Orgelgrotte, in der Kalksinter wie Orgelpfeifen an der Wand hängt. Links davon wallt Kalksinter wie ein Gletscherstrom aus der Schlucht. Man sieht die kleine Gletschergrotte. Durch die Perlengrotte sieht man in das gespenstische Drachenloch. Weiter links ist die große weiß-gelbe Gletscherspalte. Sie besteht aus grobkristallinem, deutlich gebändertem Kalkstein. Der prächtig herabwallende große Gletscher ist 7 m lang und 8 m hoch. Nächste Station ist die Siegfriedhalle, dann die große Klamm und schließlich die Teufelsschlucht. Große Blöcke sind von der im Dunkel verschwimmenden Decke abgestürzt und versperren den Durchgang. Im folgenden Großen Saal liegt aufgetürmter Höhlenlehm. Nach dem Großen Saal kommt ein stufenartig aufgebauter Wasserfall. 26 Stufen führen abwärts in die Kristallgrotte. Das hohe Gewölbe ist überzogen von glitzernden Kristallspitzen. Unter der Schwingenden Glocke hindurch geht es zum Haupteingang. In einer schmalen Abzweigungen leuchtet das Glühende Eisen, eine mächtige Tropfsteinsäule. Im Kleinen Saal finden sich an der Wand gut erhaltene Korallenreste. Unter zwei übereinander ragenden Kuppeln befindet sich der Elefantenkopf und nahe der Eingangshalle befindet sich die Räucherkammer. Von da geht es wieder hinauf zum Tageslicht.

Preise, Öffnungszeiten, etc. unter:

http://www.wiehl.de/touristeninfo/sehenswuerdigkeiten1.html#Tropfsteinhoehle